“Resound Beethoven” – mit diesem Projekt machen Martin Haselböck und sein Orchester Wiener Akademie in den letzten Jahren Furore: Alle Sinfonien erklangen jeweils an den originalen Uraufführungsorten, soweit sie heute noch bestehen. Im Falle der Neunten ist es so, dass das Theater am Kärntnertor in den 1870er Jahren abgerissen wurde. Auf der Suche nach einem ähnlich aussehenden Saal mit einer prächtigen Kulisse stieß man auf die Historische Stadthalle in Wuppertal. Eine weitere Erkenntnis von Resound ist, dass Beethoven den Chor vor das Orchester gestellt hat. Und die Gesamtzahl der Mitwirkenden war auf 100 beschränkt. Genau diese Anordnung ist in diesem Konzert, das das Programm der Uraufführung von 1824 abbildet, nachzuerleben. Ein überraschend neues Erlebnis der Klangbalance in prächtiger Kulisse.
Live aus der Historischen Stadthalle, Wuppertal.
Ludwig van Beethoven
Ouvertüre “Die Weihe des Hauses” op. 124
“Drei Hymnen”:
Kyrie, Credo und Agnus Dei aus:
“Missa solemnis D-Dur op. 123”
für Soli, Chor und Orchester
Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125
für Soli, Chor und Orchester
Mitwirkende
Chen Reiss, Sopran
Sara Fulgoni, Mezzosopran
Michael Schade, Tenor
Florian Boesch, Bass
WDR Rundfunkchor
Nicolas Fink, Einstudierung
Orchester Wiener Akademie
Martin Haselböck, Leitung
► Mehr zum Rundfunkchor, zu Konzerten und aktuellen Livestreams gibt es bei https://rundfunkchor.wdr.de
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“Resound Beethoven” – Martin Haselböck and his Orchester Wiener Akademie have caused a sensation with this project in recent years: all symphonies were performed at the original premiere venues, provided they still exist today. In the case of the Ninth, the theatre at the Kärntnertor was demolished in the 1870s. In the search for a similar-looking hall with a magnificent scenery, the Historische Stadthalle in Wuppertal was found. Another realisation from Resound is that Beethoven placed the choir before the orchestra. And the total number of performers was limited to 100. It is precisely this arrangement that can be experienced in this concert, which reproduces the programme of the 1824 premiere. A surprisingly new experience of sound balance in a magnificent setting.
Live from the Historische Stadthalle, Wuppertal.
Ludwig van Beethoven
Overture “The Consecration of the House” op. 124
“Drei Hymnen”:
Kyrie, Credo and Agnus Dei from:
“Missa solemnis in D major op. 123”
for soloists, choir and orchestra
Symphony No. 9 in D minor op. 125
for soloists, choir and orchestra
Performers
Chen Reiss, soprano
Sara Fulgoni, mezzo-soprano
Michael Schade, tenor
Florian Boesch, Bass
WDR Rundfunkchor
Nicolas Fink, rehearsal
Orchester Wiener Akademie
Martin Haselböck, conductor
► You can find out more about the Rundfunkchor, concerts and current live streams at https://rundfunkchor.wdr.de
source
What happened?
1st 14m11s, 2nd 13m34s, 3rd 12m23s, 4th 22m40s. The balance between the movements was well thought out. The performance likely reminds us of Otto Klemperer, who actually played the symphony somewhat slower but with the same intermovement balance.
Ich habe die Aufführung gestern live gesehen. Insgesamt beeindruckend, wenn auch die Fernsehaufnahmen zum Teil recht ablenkend waren. Leider fand ich das Timbre des Tenors zu kehlig, er stach auffallend aus dem Klanggebilde hervor. Das Orchester war an manchen Stellen zudem nicht völlig präzise und beieinander. Bass und Sopran hingegen brillant!
Magnifique : le vrai concert de 1824 avec les instruments d'époque de l'Orchestre de l’Académie de Vienne ce qui est important (pas signalé dans la description). Bravo à tous. Et merci.
Wenn man die Musik wirklich so zu Gehör bringen wollte, wie sie vor zweihundert Jahren geklungen hat, dann müsste man das Programm von einem Amateurorchester mit zwei Proben spielen lassen. Chor und Solisten müssten Sänger sein, die das Stück nie gehört haben und mehr oder weniger vom Blatt singen. Dann würde man das hören, was mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Publikum der Uraufführung gehört hat: jede Menge Wackler, Schmisse, falsche Töne, verpasste Einsätze, weggelassene Noten … Die Idee eines "Resound" ist mit dem heutigen Professionalitätsniveau per se unvereinbar; immerhin bieten die Patzer der Trompeten in der Ouvertüre wohl eine gewisse Annäherung an den "Originalklang". Abgesehen davon klingt Haselböcks "historisch informierte" Wiedergabe grausig und karikaturhaft. Wer meint, Stellen, wo Beethoven "molto cantabile" vorschreibt, vibratolos zirpend herunterschrubben zu müssen, bekundet damit einfach nur Indifferenz gegenüber dem Sinn des Komponierten zugunsten einer kalten, positivistischen Exekution, mit der unser heutiger Zeitgeist auf Beethoven projiziert wird. Dem Sinn des Komponierten war einst ein Furtwängler trotz falscher Tempi zweifellos immer noch näher als Haselböcks gestaltloses Gekratze und Gesäusel, das den gewohnten philharmonischen Wohlklang einfach nur durch eine aufgeraute klangliche Oberfläche ersetzt und der Auseinandersetzung mit den Innenspannungen der Musik genauso aus dem Wege geht wie vormals die inzwischen aus der Mode gekommenen Darbietungen im Karajan-Plüschsound. Dies ist die schlechteste Neunte, die ich je gehört habe. Man höre demgegenüber, was ein Hermann Scherchen 1965 mit einem Schweizer Provinzorchester zustande brachte.
Auf die Frage, wie wohl Beethovens Musik für seine Zeitgenossen geklungen hat, gibt sicher Mauricio Kagel mit den verfremdenden Arrangements in seinem Film "Ludwig van" (1970) die treffendere Antwort.
Es ist gut, dass das Jubiläum der Neunten so ausgiebig überall zelebriert wird. Das freut mich.
Ich habe gestern die Live-Übertragung gehört und war allerdings über die äußerst schlechte Aufnahmequalität entsetzt. Es wurde bei der Aufnahme ein Kompressor verwendet, und das nicht dezent. Leise Stellen wurden/werden somit extrem angehoben (inkl. Rauschen und Publikumsgeräusche nebst Handyklingeln) und laute Momente unglaublich gedrosselt bis eliminiert. Damit ist alles geglättet und entstellt. Vielleicht kann die Tonabteilung dahingehend noch etwas korrigieren. So ist es jedenfalls nicht professionell und man kann leider keinen ästhetischen und intensiven Gesamteindruck der Vorführung bekommen. Wirklich schade.
I was there yesterday! It was amazing. I might agree with the last commentator about professional orchestra vs 2 rehearsals for the original. Original performance was indeed very much criticised by critics (not the music but the quality of performance). I am not at all a musician and can’t comment on the performance yesterday. I think the idea of historical re-enactment and performance is great. Of course we still can’t hear the music how it was back then but we can get a millimetre closer. And musical instruments of the past sound so different than current ones. All in all, enjoyed enormously. Huge effort was put into it and I was so lucky as to be there. Thank you!
Ich hab selbst leider keinen Musiker Hintergrund und halte mich für musikalisch wenig gebildet. Dennoch hatte ich immer wieder das Gefühl, dass Irgendwas nicht zu passen schien. Die Kommentare hier bestätigen wohl dieses Gefühl. Welche ist denn eurer Meinung nach die beste Aufnahme der 9ten? Gerne mit Begründung.
I am just astonished that in 2024 people still do not turn off their cellphones in concerts… shaking my head
What's the rush with the 9th tempo? And of course there will ALWAYS be one mobile phone ringing even if you ask people 10 times to MAKE SURE they are off.
1:41:00 Symphony No. 9 in D minor op. 125
Was für eine großartige Aufführung, was für eine umsichtige Produktion! Hört & sieht man sofort, das Orchester Wiener Akademie ist aus einer anderen Welt! Bravo. Und dazu 7-14 Fache mehr (!) an Streams als andere bisherige WDR Klassik live Streams. Wundervolle Hommage an Beethoven. ❤
2:25 1:37:54 Vorwort
10:50 Ouvertüre "Die Weihe des Hauses", Op. 124
Missa solemnis in D major, Op. 123 (extracts):
26:29 Kyrie
34:15 Credo
52:39 Agnus Dei
Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125
1:41:07 I. Allegro ma non troppo, un poco maestoso
1:55:44 II. Molto vivace
2:59:59 III. Adagio molto e cantabile
2:23:44 IV. Finale
– 2:29:34
– 2:33:02
– 2:40:14
– 2:44:42
Que pena que esta introducción NO esté subtitulada al ESPAÑOL…🇪🇦😔😞🤦